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Künstliche Intelligenz kann Bilder und Videos erzeugen, die täuschend echt aussehen – aber komplett erfunden sind. Manchmal ist das harmlos: ein sprechender Hund, ein fliegendes Auto. Jeder weiß, dass das nicht real ist. Aber was passiert, wenn KI Bilder von echten historischen Ereignissen fälscht? Von Ereignissen, bei denen Millionen Menschen ermordet wurden? Auf TikTok kursieren KI-generierte Bilder und Videos, die den Holocaust verharmlosen oder verfälschen. Sie zeigen Dinge, die nie passiert sind – oder lassen weg, was wirklich geschehen ist. Das ist kein Spaß. Das ist gefährlich.
In diesem Modul lernst du, warum solche Fälschungen ein Problem sind und wie du sie erkennen kannst.
Echt oder KI-generiert?
Bewege den Schieberegler, um beide Bilder zu vergleichen.
Bild A
Bild B
Welches Bild ist echt – A oder B?
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§
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zum Video
Schau dir das Video an und bearbeite die Aufgaben.
Beschreibe, was auf dem KI-generierten Bild im Video zu sehen ist.
Erkläre, woran man laut dem Wissenschaftler Mykola Makhortykh erkennt, dass ein Bild gefälscht ist. Nenne zwei Hinweise.
Erläutere den Unterschied zwischen einem historischen Foto und einem KI-Bild, das dasselbe Ereignis zeigt. Arbeite heraus, was das eine belegen kann und das andere nicht.
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Aufgabe zum Video (vertiefend)
Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten
Beurteile: Sollten Netzwerke wie TikTok KI-Bilder löschen oder als „KI-generiert" kennzeichnen? Begründe mit zwei Argumenten.
Bekannte ArchiveEchte historische Fotos kommen aus bekannten Archiven wie dem Bundesarchiv, Yad Vashem oder dem US Holocaust Memorial Museum. Diese Einrichtungen bewahren Originalmaterial auf und sind international als verlässliche Quellen anerkannt.
Infos zum BildEchte Archivfotos sind mit zusätzlichen Informationen versehen: Sie nennen den Ort, das Datum der Aufnahme und häufig auch den Namen des Fotografen oder der Fotografin. Diese Angaben machen ein Bild überprüfbar und historisch einordenbar.
Vorsicht auf Social MediaAuf Plattformen wie TikTok oder Instagram fehlen solche Quellenangaben oft komplett. Bilder werden geteilt, ohne dass klar ist, woher sie stammen. Genau dort kursieren KI-generierte Bilder besonders häufig – weil sie niemand überprüft.
Hände und FingerKI hat bis heute Schwierigkeiten mit Händen. Typische Fehler:
Zu viele oder zu wenige Finger
Finger, die seltsam verdreht wirken
Hände, die ineinander verschmelzen
Gesichter im HintergrundWährend die Hauptperson oft perfekt wirkt, verrät sich die KI im Hintergrund. Gesichter dort sind häufig:
verschwommen oder unscharf
verzerrt, mit falschen Proportionen
regelrecht „schmelzend"
Kleidung und UniformenKI kennt historische Details oft nur ungefähr. Das führt zu:
falsch sitzenden oder anachronistischen Details
Abzeichen und Symbolen, die es nie gegeben hat
Text auf SchildernBuchstaben sind eine klassische Schwachstelle. Auf Schildern, Plakaten oder Armbinden in KI-Bildern ergeben die Zeichen meistens keinen Sinn – sie sehen aus wie Text, sind aber nur Kauderwelsch.
Stacheldraht und ZaunWiederkehrende Muster überfordern die KI. Stacheldraht oder Zäune verlaufen häufig unlogisch, brechen mitten im Bild ab oder enden einfach im Nichts, ohne dass ein Pfosten oder eine Ecke folgt.
BildqualitätEchte Fotos aus den 1940er-Jahren sind fast immer körnig, unscharf oder am Rand beschädigt. KI-Bilder dagegen sehen wie Standbilder aus einem modernen Kinofilm aus – zu scharf, zu sauber, zu perfekt belichtet für diese Zeit.
Inszenierte EmotionKI erzeugt die maximale emotionale Wirkung: weinende Kinder, heldenhaft wirkende Personen, perfekt ausgeleuchtete Gesichter. Echte historische Fotos sind meistens viel nüchterner – weil sie in einem realen Moment entstanden sind und nicht für Likes gemacht wurden.
Vollständige SzenenKI-Bilder zeigen oft komplette, durchkomponierte Szenen mit klarer Bildsprache. Echte Fotos sind Momentaufnahmen – oft unvollständig, zufällig geschnitten, mit Personen am Bildrand, die gar nicht gemeint waren.
Wer teilt das Bild?Prüfe den Absender: Kommt das Bild von einer seriösen Gedenkstätte, einem anerkannten Museum oder einer Nachrichtenredaktion? Oder stammt es von einem anonymen Account ohne Profil, ohne Historie, ohne erkennbare Verantwortung?
Was steht dabei?Reißerische Formulierungen wie „Das will man uns verheimlichen!" oder „Das zeigt niemand in den Medien!" sind deutliche Warnsignale. Seriöse Quellen ordnen ein – unseriöse setzen auf Empörung.
Wird Geld verdient?Manchmal werden Fake-Bilder gezielt gepostet, um einen Kanal aufzubauen, Werbung zu platzieren oder Produkte zu verkaufen. Wenn Emotion auffällig mit Verkauf oder Spendenaufrufen kombiniert ist: skeptisch bleiben.
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Gedenken auf TikTok (vertiefend)
Unter shoahstories.video findest du das Web-Angebot SHOAH STORIES. Es sammelt geprüfte Kurzvideos von Gedenkstätten aus der ganzen Welt und sortiert sie nach Fragen wie „Woher wussten die Nazis, wer jüdisch war?” oder „Hatten die Täter eine Wahl?“. Bereitgestellt wird die Seite unter anderem von der Anne-Frank-Stiftung.
Du willst mehr über Deepfakes wissen? Quarks (ARD) erklärt auf dieser Seite anschaulich, wie KI-Fakes entstehen, warum wir sie so schwer erkennen und worauf du achten kannst: